Für und mit Kindern und Jugendlichen in Oberhaching

Es stimmt, uns geht es gut – uns geht es nicht nur gut, sondern sehr gut. Unsere Kinder haben wohl alles was sie brauchen, zumindest die meisten. Dennoch – unsere Kinder von heute sind UNSERE Zukunft, daher sollten wir alles Mögliche tun, um sie in ihrer Entwicklung zu fördern und zu fordern.

Das ist zum größten Teil Aufgabe von uns Eltern, Lehrern und Erziehern. Diese Aufgabe ist bei weitem nicht immer leicht: gerade in Familien, bei denen beide Elternteile berufstätig sind und wenig Zeit haben, bleiben die Interessen der Kinder nicht selten auf der Strecke.

Bietet die Heimatgemeinde genügend Freizeit- und Betreuungsmöglichkeiten? Gerade in den Ferien stellt es Eltern jedes Mal vor große Herausforderungen – was macht mein Kind so viele Wochen zu Hause? Stehen ausreichend Treffpunkte für jede Altersgruppe zur Verfügung? Nicht nur die Kleinsten brauchen Orte um sich auszutoben, gerade für Teenager und Jugendliche werden Orte, an denen sie sich treffen können, ungestört reden können und vielleicht auch mal einen Erwachsenen um Rat fragen können benötigt. Unsere A12 bietet bereits einige dieser Möglichkeiten an, aber ein weiterer Aus- und Aufbau von Betreuungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Jugend, wäre wirklich ein Zugewinn in Oberhaching.

Die Planungen für das neue Bahnhofsgebäude schreiten voran – vielleicht ist dies der richtige Moment, hier unsere Jugend zu berücksichtigen und mit ins Boot zu holen? Ein weiteres Anliegen ist mir und vielen anderen berufstätigen Eltern eine durchgängige Ferienbetreuung mit Freizeiten, Sport- und Spiel-Angeboten.

Ja, Oberhaching bietet einiges und wenn man Glück hat findet man zumindest in den Sommermonaten das eine oder andere Angebot, das stundenweise gebucht werden kann. Ich meine aber, dass es mit derart zahlreichen aktiven Ortsvereinen (wie beispielsweise der Sportverein, Fußballverein oder den Pfadfindern) möglich sein müsste, ein ordentliches und durchgängiges Ferien-Betreuungsprogramm für Kinder und Jugendliche auf die Beine zu stellen.

Immer mehr fordern unsere Kinder Mitsprache-Recht, das mag zeitweise anstrengend sein, aber vielleicht auch hilfreich. Warum lassen wir uns nicht drauf ein? Lassen wir unsere Kinder mitbestimmen. Wie oft werden Spielplatz-Konzepte von Erwachsenen erstellt, ohne jemals die Perspektive eines Kindes gesehen zu haben? Bereits in der Grundschule gibt es ein „Schüler-Parlament“ – die Kinder sind begeistert und stehen für Etwas ein.

Das könnte auch für ein Ferien-Programm funktionieren – lassen wir unsere Kinder mitplanen und mitgestalten. Warum nicht auch einen „Kinder-und-Jugend-Gemeinderat“ ins Leben rufen? Ich bin der Meinung, dass wir mit (ehrenamtlichen) Engagement, mit Unterstützung unserer Kinder und unserer Gemeinderäte einiges auf die Beine stellen können.

Franziska Schönborn