Abenteuer-Spielplatz in Oberhaching

Kürzlich fragte mich eine Mutter im Kindergarten, wo denn der beste Spielplatz im Ort wäre. Nach längerem Beraten mit meiner Tochter meinten wir beide: der an der Laufzorner Straße ist ganz gut oder der im Gleißental, aber eigentlich der „Dreckberg“ vor unserer Haustüre.

Dazu muss man wissen, dass wir in einem Neubaugebiet wohnen und einige Meter vor unserer Haustüre noch ein Stück unbebaute Fläche liegt – der sogenannte „Dreckberg“. Hier tummelt sich vom 2-jährigen Windelträger bis zum Teenager alles. Man versteckt sich hinter Sandhügeln, wühlt sich durch tiefe Pfützen und jagt sich über mittlerweile zugefrorene Eisflächen oder baut anspruchsvolle Mountainbike Trails.
Wie also muss der lang und heiß ersehnte Abenteuer-Spielplatz denn aussehen, dass er Eltern, wie Kinder zufrieden stellt? Ich bin der Meinung, dass weniger oft mehr ist, dass die Kinder einen Ort brauchen, an dem sie sich entfalten können, kreativ sein können, wild sein können. Es müssen keine ausgefeilten Kletter- und Rutschtürme gebaut werden. Sobald diese einmal erklommen sind, werden sie schnell uninteressant.
Ein für mich einmaliges Projekt stellt der Abenteuer- und Bauspielplatz „Maulwurfshausen“ in München Perlach dar. Kinder erleben an diesem Ort ein tolerantes Miteinander. Hier wird gebaut, erforscht, erlebt. Kinder bauen sich ihre eigene (Spiel)-Welt und lernen auf eine ganz besondere Art- und Weise miteinander umzugehen und eigene Ideen zu realisieren.

Kleinmaulwurfshausen
Bild mit Genehmigung vom Abenteuer-Spielplatz Maulwurfshausen, München Perlach

Selbstgebaute Hütten, Outdoor-Küche, Klettertürme und Bolzplätze – hier wird verwirklicht, was Kinder wollen. Womit ich wieder beim Punkt angekommen bin: lassen wir unsere Kinder mitbestimmen. Vielleicht schaffen wir auch in Oberhaching ein „Klein-Maulwurfshausen“?

Franziska Schönborn